FDP Hockenheim setzt auf Innovation, Fachkräfte und weniger Bürokratie

Die FDP Hockenheim wird in den kommenden Wochen ihr wirtschaftspolitisches Leitbild für die Landtagswahl 2026 vorstellen. Unter dem Motto „Wirtschaft stärken – Chancen für Hockenheim“ will die Partei den Wirtschaftsstandort zukunftsfest machen, Unternehmen entlasten und neue Arbeitsplätze sichern.

Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Handlungsfelder: Bürokratieabbau, Innovationsförderung, Fachkräfteentwicklung und Investitionsanreize. Digitale Antrags- und Genehmigungsverfahren sowie vereinfachte Bau- und Gewerbeanträge sollen Unternehmen schneller Planungssicherheit geben und Investitionen beschleunigen. Gleichzeitig setzt die FDP auf gezielte Unterstützung von Start-ups, Handwerksbetrieben sowie kleinen und mittleren Unternehmen – insbesondere bei Digitalisierung und technologischem Fortschritt in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Wasserstoff und nachhaltige Mobilität.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die enge Verzahnung von Bildung und Wirtschaft. Schulen, Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe sollen stärker zusammenarbeiten. 

Auch bei Investitionen und kommunaler Förderung sieht die FDP deutlichen Handlungsbedarf. Kleine Unternehmen und Start-ups sollen steuerlich entlastet werden, während Investitionen in Zukunftstechnologien und nachhaltige Projekte gezielt unterstützt werden sollen. „Innovation, Fachkräfteförderung und weniger Bürokratie sind der Schlüssel für Wohlstand und Arbeitsplätze. Wir wollen Impulse setzen, ohne alles sofort über neue Vorschriften zu regulieren“, erklärt Stadtrat Christian Kramberg.

Als warnendes Beispiel nennt die FDP die jahrelange Verzögerung bei der Erweiterung des Gewerbegebiets Mörscher Weg, deren Klärung erst in der vergangenen Woche möglich wurde. Auch die FDP Hockenheim hatte sich über Jahre hinweg konsequent für die Erweiterung eingesetzt. Trotz eines Gemeinderatsbeschlusses aus dem Jahr 2018 wurde das Projekt durch überzogene bürokratische und ideologisch geprägte artenschutzrechtliche Einwände blockiert. Inzwischen ist offiziell bestätigt, dass die Fläche kein geeignetes Habitat für die Haubenlerche darstellt, die dort seit über zwei Jahren nicht mehr vorkommt. „Die Verzögerungen waren unnötig und gingen zulasten von Unternehmen, Investitionen und Arbeitsplätzen. Artenschutz darf nicht missbraucht werden, um wirtschaftliche Entwicklung zu verhindern“, so Köcher-Hohn. Jetzt brauche es Tempo statt weiterer Prüfungen: „Hockenheim kann sich Stillstand nicht leisten. Die Geduld der Gewerbetreibenden ist begrenzt – und wir sind auf sie angewiesen.“

Mit ihrem wirtschaftspolitischen Leitbild will die FDP Hockenheim die Diskussion über die Zukunft des Standorts neu beleben, Planungssicherheit schaffen und Hockenheim für Unternehmen, Investoren und Fachkräfte dauerhaft attraktiv machen.