Kultur braucht Unterstützung durch die Landesregierung
Die FDP Hockenheim warnt davor, Kultur in Zeiten angespannter Haushalte weiter an den Rand zu drängen. Immer mehr Kommunen fehlt das Geld, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Besonders betroffen sind dabei die sogenannten freiwilligen Aufgaben – dazu zählt auch die Kultur.
„Dass Kultur rechtlich als freiwillige Aufgabe gilt, macht sie politisch nicht verzichtbar“, Frank Köcher-Hohn. „Kultur ist kein Luxus, den man streicht, wenn es finanziell eng wird. Sie ist ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden und lebendigen Gesellschaft.“
Kulturelle Angebote fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt, stärken demokratische Werte und schaffen Räume für Austausch, Bildung und Kreativität. „Ohne Kultur wird Gesellschaft nicht gefördert. Sie verliert an Vielfalt, an Dialog und an Lebensqualität. Das kann nicht im Sinne einer verantwortungsvollen Regierung sein“, so die FDP weiter.
Wenn Kommunen aufgrund leerer Kassen ihre kulturellen Angebote kaum noch sichern können, sei auch die Landesregierung in der Pflicht. „Wer von Städten und Gemeinden erwartet, dass sie eine lebendige Stadtgesellschaft gestalten, muss sie finanziell so ausstatten, dass mehr möglich ist als reine Pflichtverwaltung. Kultur darf nicht vom Kassenstand einzelner Kommunen abhängen.“
Die FDP Hockenheim setzt sich dafür ein, dass Kultur auch künftig einen festen Platz in der Stadt behält. Gleichzeitig fordert sie vom Land Baden-Württemberg eine stärkere finanzielle Unterstützung der Kommunen, um kulturelle Angebote dauerhaft abzusichern.
„Kulturpolitik darf nicht auf dem Rücken der Städte und Gemeinden ausgetragen werden. Wer Gesellschaft stärken will, muss Kultur stärken – verlässlich und langfristig“, so Gemeinderat Christian Kramberg abschließend.